Samstag, 11. Februar 2017

11.02.17 - Vom Glück der räumlichen Distanz


Rund 2.500 Kilometer liegen zwischen da und dort, zwischen jetzt und früher, zwischen meinem neuen und meinem alten Leben.
 
Und dann hält man das Telefon in der Hand, und plötzlich ist die Distanz wie weggeblasen und alles ist wie gehabt. Und ich bin wieder mittendrin in meinen Gefühlen, in meinen Unzulänglichkeiten und, schrecklich bzw. peinlich genug, in meiner Unerwachsenheit.
Und der Abend ist gelaufen.
 
Pffffffff.
Wie alt muss ich eigentlich noch werden?
 
Ich setz mich hin.
Ich atme tief durch.
Ich schaue mich um.
Und ich sehe, mein Leben ist genau so, wie es meinen Idealvorstellungen entspricht.
Und ich schaue weiter.
Und ich stelle fest, dass ich endlich ein weitgehend von gesellschaftlichen Pflichten und von Anspruchs- und Erwartungsdenken anderer befreites Leben führen darf.
Hier.
In dieser Distanz.
Und plötzlich bin ich sehr glücklich.
Die Enge wird weit.
Luft strömt in meine Lungen.
Und mir wird klar: Ich muss nicht.
Nein. Ich muss gar nichts.

Ausser versuchen, glücklich zu sein, v.a. dann, wenn mir gar nicht danach ist.
Und hinter mir zu stehen, wenns drauf ankommt.

Puh.
Niemals langweiliges Leben.

Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen