Wir stellen folgendes fest:
1. Punkt: Das Volk ist dumm.
2. Punkt: Wir sind es nicht.
3. Punkt: Das Denken des Einzelnen gehört unterbunden, Schritt für Schritt und damit unbemerkt. Nur so hat man die grösstmögliche Kontrolle über menschliche Triebe, die ungesteuert zu Untergang und Verrohung (und unseren Machtverlust) führen würden.
Dieser Vorgang läuft unter dem Titel: "Euer Wohl liegt uns am Herzen".
Das Volk dankt es uns.
4. Punkt: Zweckdienliche Mittel: Informationsverschleierung, Datenspeicherung und -weitergabe, bewusste Streuung von Falschinformation, Einschränkung und Reglementierung von alltäglichen Gütern.
5. Punkt: Wir erklettern den Zenit der Macht und erlangen absolute Kontrolle.
Wer ist wir?
Die, die was zu sagen haben.
Die, die gewählt worden sind.
Die Gscheiten.
Die Guten.
Die Feschen.
Wer ist das Volk?
Die anderen.
Hab ich Paranoia? Keineswegs.
Man lese die folgenden Geschichten und mache sich seinen eigenen Reim.
1. Beispiel: Milch
Überschrift: Fett ist ungesund.
Man trinkt Milch. Auch zum Mittagessen. Auch als Erwachsener.
Wir alle wissen und kriegen ständig vorgebetet: Fett ist schlecht (kaum hört man jemals einen Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Fetten, und noch viel seltener wird darüber berichtet, wozu die eigentlich gut sind und wie sie im menschlichen Körper wirken).
Milch hat ca. 3,5 % Fett.
Die Gleichung ergibt: Milch ist schlecht.
Es wird mit aller Stärke und Macht daran gearbeitet, dem Verfall menschlicher Gesundheit entgegenzuarbeiten. Wie?
- Die Weitergabe von fettfreier Milch in Kindergärten und Schulen wird staatlich gefördert (!).
- Normale Milch kostet ungefähr das Doppelte von fettarmer (1,5 % Fett) bzw. fettfreier (0 % Fett) Milch.
- Der Milch wird Fett entnommen und dafür Vitamin D zugeführt. Klingt beeindruckend gesund, nicht?
Dieses Gschloder von fettarmer Milch muss man gesehen (und gekostet) haben: Weissliches Wasser mit an der Oberfläche schwimmenden Fettpatzen.
Darf ich die weiteren finnischen Hauptnahrungsmittel präsentieren? Gegrillte Würschtl (Teil der finnischen Identität), gummiartiges in Plastik verpacktes Weissbrot und Fleisch in allen Variationen.
Keine grosse Schlagzeile weist je darauf hin, dass zuviel Fleischkonsum schlecht für die Gesundheit (Herzkrankheiten, Blutdruck, Fettleibigkeit) und die Umwelt (Abholzung der Urwälder, verwerfliche Quälerei von Tieren) ist oder dass Weissbrot kaum Nährwert besitzt.
Und so bleibt die Schlüssigkeit dieser Milchfettverteufelung völlig auf der Strecke.
Es geht dieser Kampagne offenbar nicht um die Gesundheit der Bevölkerung.
Sondern?
Welche Lobby steckt dahinter?
2. Beispiel: Süssigkeiten
Überschrift: Godisdag
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, an das sich fast alle Eltern widerstandslos halten. Ihre Kinder bekommen nur einmal in der Woche Süssigkeiten. Jeden Samstag. Dafür aber Unmengen, ohne Halt und Stopp. Wieso? Süssigkeiten sind ungesund. Und einmal in der Woche ist eh so wenig und dann ist es auch nicht so schlimm. Und ausserdem ist es gut für die Zähne, wenn sie nicht jeden Tag etwas zu Süsses zu beissen bekommen. Pffff......
Meiner Meinung nach sollte es vielmehr darum gehen, Kindern einen guten Umgang mit Süssigkeiten und folglich einen guten Umgang mit Ernährung generell aufzuzeigen. Dass das aufwendiger ist, ist unumstritten. Aber dass das eines der wichtigesten Dinge überhaupt ist, die man so einem kleinen Menschen mit auf seinen Weg geben kann, auch.
3. Beispiel: Bankomat
Überschrift: 50 Euro-Scheine
Wenn man hierzulande Bargeld braucht, was ja gar nicht mehr gern gesehen wird, weil bargeldloses Zahlen das neue Gut ist, der bekommt als grösste Banknote einen 50 Euro-Schein.
Vielleicht soll damit suggeriert werden, dass man auf sein Geld achten soll bzw. nicht so viel Geld ausgeben soll. So wie die Mutter ihrem kleinen Kind 10 Euro gibt und ihm mit erhobenem Zeigefinger sagt: Damit musst du jetzt einen Monat lang auskommen.
Der Staat liebt die Bevormundung.
Ich nicht.
4. Beispiel: Überziehungsrahmen
Überschrift: Kontrollierte Kontoführung
Man darf sein Konto nicht überziehen, Schluss. Aus. Wenn man das machen möchte, braucht man eine spezielle, kostspielige Regelung.
Es ist etwas passiert und man braucht plötzlich mehr als man hat? Pech gehabt!
Dann geht man zu einem Amt, füllt dort unzählige Formulare aus, stellt sich endlosen peinlichen Fragen, muss sich wieder und wieder erklären, wie es so weit kommen konnte, man streut Asche auf sein Haupt und sagt 3x: "Meine Schuld, meine Schuld, meine grosse Schuld!" und wenn man Glück hat, wird einem die Gnade erwiesen und ein gewisser Betrag ausgehändigt.
Wie sich das anfühlt?
Was das mit dem Selbstwert der Menschen macht?
Egal.
Sind sie klein und voll von Schuld- und Schamgefühlen, dann werden sie wenigstens nicht aufmüpfig.
5. Beispiel: Alkohol und Zigaretten
Überschrift: Erwachsene hin oder her - Wir wissen, was gut für die Leute ist. Und was nicht.
Will man Alkohol kaufen, muss man in ein eigenes Geschäft gehen. Nein. Nicht in ein Lebensmittelgeschäft. Sondern in ein "Alko"-Geschäft. So heissen die hier. Sie haben eigene Öffnungszeiten und wenn man da rein geht, dann fühlt man sich so ähnlich wie man sich früher gefühlt haben mag, wenn man in ein Beate-Uhse-Geschäft gegangen ist. Man tut etwas Verbotenes. Es ist verrucht. Man schaut sich nicht an. Huscht durch die Gänge. Hält den Blick gesenkt. Und hofft, dass man von niemandem gesehen wird.
Will man Zigaretten kaufen, weil man irgendwann mit dem Rauchen angefangen hat und dieser Sünde gern weiterhin frohnen möchte, dann geht man in ein Lebensmittelgeschäft. Dort gibt es riesige mit Plastik ummantelte Zigarettenboxen, welche nur für die Kassamenschen zugänglich sind. Man weiss nicht, was angeboten wird. Es wird keine Zigarettenpackung je öffentlich gezeigt. Welche Marken werden angeboten? Wie entscheidet man sich? Das tut nichts zur Sache. Man muss dankbar sein, wenn man überhaupt etwas Zigarettenähnliches bekommt. Je schuldbewusster man sich gibt, desto grösser die Chance.
6. Beispiel: Datenweitergabe
Überschrift: Ungefragt zugesandte Windeln bzw. Kataloge
Max kam auf die Welt und kurz darauf fand ich eine Windel von einer Babyartikelfirma in unserem Briefkasten mit herzlichem Glückwünsch für das Neugeborene. Ich hab mich gewundert, woher sie das wissen, habs aber dann im Zuge "unseres Neugeborenen" wieder vergessen. Nur, seitdem bekommen wir regelmässig Spielzeugkataloge u.ä. zugesandt. Ich will dieses Zeug nicht und frag irgendwann recht genervt Kalle, woher die wohl unsere Adresse haben. Und der sagt mir, als sei es das Normalste der Welt: "Na ja, wahrscheinlich von der Bank oder von der Krankenkasse." Auf weiteres Nachfragen wurde ich folgend informiert: Die Bank wie auch die Krankenkasse dürfen meine Daten weiterverkaufen. Ganz legal und ohne mich vorher zu fragen bzw. zu informieren. Gehts noch?!
7. Beispiel: Öffentlicher Rundfunk
Überschrift: Pressefreiheit? Scheiss drauf!
"In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 sind die Freiheit der Meinung, der Meinungsäußerung und der Presse als grundlegende Menschenrechte festgelegt. Dazu heißt es in Artikel 19: "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“ Die UNESCO hat als einzige Sonderorganisation der Vereinten Nationen das Mandat, die Meinungs- und Pressefreiheit zu schützen." (
www.unesco.de)
Das gilt nicht für Finnland. Zumindest nicht für den öffentlichen Rundfunk.
Der Kanzler hat sich mutmasslich auf Freunderlwirtschaft eingelassen.
Der Öffentliche Rundfunk hat sich erlaubt, darüber zu berichten.
Der Kanzler hat sich darüber furchtbar beschwert.
Einer der Bosse des Rundfunkes hat daraufhin unterbunden, dass weiterhin darüber berichtet wird.
Einem Kabarettisten, der diesen Fall bereits in sein Programm aufgenommen hat, wurde untersagt, diesen Teil zu spielen.
Wo simma gleich wieder? Nordkorea? Ah na. Finnland.
Ich mag Finnland.
Und es bringt mich mit Gefühlen in Kontakt, die mir bis dato völlig fremd waren.
Welche das sind?
WIR BRAUCHEN EINE REVOLUTION!!!!
MENSCHENRECHTE DEN MENSCHEN!!!!
SCHOKOLADE AM MITTWOCH!!!!
So oder so ähnlich.
Habts es gut!
Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit
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| FEUER AM DACH!!!! Na, na. Decht lei auf da Schneewiesn :-). |