11.12.17
Das Gefühl, das die entlegensten Winkel meines Seins durchflutet, wenn ich oben auf dem Berg stehe, wenn mein Blick frei fliegen kann bis zum Horizont und weiter, wenn die klare, frische Alpenluft meine Lungen und meine Seele durchspült und reinwäscht und wenn nur Berge und nichts als wiederum Berge den Moment zeichnen und den Geist freimachen von meinem eingeschränkten Menschendenken -
Das Gefühl, das die entlegensten Winkel meines Seins durchflutet, wenn ich oben auf dem Berg stehe, wenn mein Blick frei fliegen kann bis zum Horizont und weiter, wenn die klare, frische Alpenluft meine Lungen und meine Seele durchspült und reinwäscht und wenn nur Berge und nichts als wiederum Berge den Moment zeichnen und den Geist freimachen von meinem eingeschränkten Menschendenken -
- die Sehnsucht danach, nach dieser Erhabenheit, nach dieser Gesundheit, Reinheit, Freiheit, treibt mir in Momenten wie diesen Tränen in die Augen.
Da hilft kein finnischer Sternenhimmel. So gewaltig er auch sein möge.
Keine finnische Freiheit von Zwängen und Pflichten kann dem etwas entgegensetzen.
Nicht einmal Jultårta, die die magische Fähigkeit haben, Unangenehmes in Annehmbares zu verwandeln, kommen dagegen an.
Da hilft nur: Schlafen gehen. Die Zeit ziehen lassen. Warten. Tee trinken. Alles kommt. Und vergeht auch wieder.
12.12.17
Ein Tag zieht vorbei und tut - eingebettet in Alltäglichem - nicht viel mehr als mich streifen.
13.12.17: Luciaumzug aus Max' Perspektive
Brrrrrr.... Kalt!
Oh.... A Laterne!
MAAAAX will trågn!!!!
Ich geh mit meiner LATEEAAAARRRNE.....
Max reitet aufm Papa.
A Stearn!
A Traktor!
Max steht aufm Boden.
Da sitzt wer auf dem Traktoranhänger.
???
Viiiiele Menschen.
Viiiiiele Laternen.
Max reitet wieder aufm Papa.
Ich geh mit meiner LATEEAAAARRRNE...
ATrompete!
Kling, Glöcklein, KLINGELINGELIIIING!!!!!
A Hund!
Oh.
Der Hund pusst an Max.
Max streichelt an Hund.
Huch!!!
Was will der???
Wer ist das???
Hihi. Der gibt mir was.
Ich geh mit meiner LATEEAAAARRRRNE...
14.12.17
Ein Hanteln von Tag zu Tag.
Und ich derglange jeden neuen Tag.
Und ich derlasse jeden alten los.
Mehr kann man momentan nicht von mir erwarten.
15.12.17: ein ganz normaler Tag
Um 5 aufstehen.
Einheizen.
Kaffee kochen.
Trinken? Nein.
Max wacht auf.
Sehr lange völlig ausser sich.
Frühstück.
Wäsche waschen.
Geschirr waschen mit Max.
Max baden.
Essen kochen.
Nebenbei Ohne-Windel-sein-Training.
Wäsche aufhängen.
Essen.
Max schläft.
Weihnachtsgeschenke aus dem Auto holen und verstecken.
Müll verräumen.
Geschenkspapier suchen.
Kaffee trinken.
Max wecken.
Über 1 Stunde Schnee schaufeln.
Max auf seinem Bob herumziehen.
Schneelaterne bauen.
Indoor-Holzvorrat aufstocken.
Geschenke einpacken für unsere morgigen Gäste.
Weihnachtskarten schreiben.
Mit Max dieselben unterschreiben.
Abendessen zubereiten.
Essen.
Abendritual.
Max schläft.
Geschirr waschen.
Duschen.
Feststellen, dass für morgen noch genau nichts vorbereitet ist.
Pffff....
16.12.17
Menschen. Menschen. Wohin man schaut, überall Menschen.
17.12.17
Weihnachtsmusik dudelt unten aus dem Lautsprecher.
Max und Anton, sein Bruder, lesen ein Autobuch, während die anderen a bissl reden oder eben auch nicht.
In dem Moment sitze ich in unserem Turm in unserem Bett, stelle diesen Blogeintrag fertig und bin gleichzeitig stille Beobachterin dessen, was unten passiert.
Und obwohl es gefühlsmässig sehr früh ist und die Nacht sehr kurz war, freue ich mich.
Hergezogen als ewiger Single, finde ich mich "plötzlich" wieder in einem grossen Kreis von entspannten und lachenden Menschen Das ist schon sehr schön. Und besonders.
Auf dass diese letzte Woche vor Weihnachten so entspannt und lachend wie möglich werden möge!
Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit
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