Freitag, 25. November 2016

25.11.16 - Über Fehler


Ich fahre vom ersten Zahnarztbesuch mit Max nach Hause. Die Gedanken springen mal hier hin und mal dort hin, ich singe, wir singen, die Bäume ziehen an uns vorbei und - da durchfährt es mich wie ein Blitz und schiesst direkt in meine Magengegend.
 
Habe ich in meinem letzten Blog wirklich zum Suizid aufgerufen?
Ich meine, natürlich nicht direkt, aber kann mein Eintrag dahingehend missverstanden werden?
Ich habe letzte Woche unterschiedliche Strategien genannt, derer man sich hier in Finnland bedient, um der Dunkelheit Herr zu werden. Neben all den Dingen wie Kaffee und Alkohol erwähne ich im Zuge dessen auch Suizid, lasse dabei aber aus, diesen Punkt explizit als Fakt aufzulisten mit einem Zusatz, der etwa lauten könnte, dass die Suizidrate in Finnland eine der höchsten weltweit ist (siehe auch in www.wikipedia.org: Suizidrate nach Ländern). Stattdessen verweise ich auf diese Praxis nur als eine Möglichkeit, welche man mit einem hohen Preis zu bezahlen hat. Das ist ein gewaltiger und mitunter gefährlicher Unterschied.
 
Oioioi.
 
Ok. Man könnte sagen: Kleiner Schlampigkeitsfehler. Oder wenn man es als noch unbedeutender darstellen will: Kleiner Schönheitsfehler. Kann schon mal passieren.
Aber bei so einem Thema? Nein. Das geht gar nicht!
 
Was jetzt? Was tun, wenn man im Nachhinein feststellt, dass man etwas versemmelt hat?
So tun, als sei nie etwas gewesen?
Sich baden in Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen? 
Warten, ob bzw. bis man darauf angesprochen wird und dann die Verteidigungs- oder noch besser Ablenkungsmaschinerie hochfahren (worin übrigens eine bestimmte politische Gruppierung nahezu meisterliche Fähigkeiten entwickelt hat)?
 
Seitdem ich erkannt habe, dass ich "nur" ein Mensch bin, bin ich nachsichtiger mit mir. Ein Mensch macht Fehler. Das gehört zu seiner Natur. Ebenso, wie jede Träne, jedes Lachen, jeder Versuch und jeder Irrtum. Es gehört dazu wie das Geborenwerden und das Sterben. Wie Wachen und Schlafen. Wie Trinken und Essen. Wie Lieben und Nichtlieben (dazu fällt mir ein, dass ich mal irgendwo gelesen habe, dass nicht Hass das Gegenteil von Liebe ist, sondern Angst).
 
Ich habe also im Laufe meines Lebens gelernt, dass man Fehler machen darf, ja, machen soll. Das Leben will und darf ausprobiert werden. Und das geht schlichtweg nicht ohne Fehler zu machen.
 
Was aber tun, wenns passiert ist?
Naja, da gibt es nichts gross zu tun irgendwie. Ausser halt sich genau anzuschauen, was passiert ist und sich klar zu werden, warum, dahinterzustehen und sich gegebenenfalls zu entschuldigen. Und zu versuchen, es in Zukunft besser zu machen. Wobei die Betonung wieder nur auf versuchen liegt. Mehr geht nicht. Und das ist eh schon viel.
 
Also, in diesem meinem konkreten Fall habe ich eigentlich nur eines zu sagen:
Liebe Leute, ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Tuts am Leben bleiben, so lange es euch möglich ist. Das Leben ist ganz wunderbar und spannend. Und herausfordernd. Und belastend. Und interessant. Und so vieles mehr. Und das ist auch in Ordnung so. Wer hat denn gesagt, dass es leicht sein muss?
 
Sicher ist, wenns dunkel ists, wirds wieder hell.
Das liegt in der Natur des Lebens.
 
Habts es gut, liebe Menschen!
 
Ich grüsse euch aus der Dunkelheit - "bewaffnet" mit Tee, Feuer, Schokolade, Max und Kalle :-).
Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Samstag, 19. November 2016

19.11.16 - Wenn der Tag zur Nacht wird


Ein Novembertag.

Die Dunkelheit kam bereits mitten am Nachmittag zurück, nachdem sie sich irgendwann kurz vor Mittag verflüchtigt hat. Nein. Nicht ausnahmsweise, weils Wolken gegeben hat oder so, es ist jetzt so. Sie schlendert mit einer schier verwegenen Selbstverständlichkeit übers Land und weiss genau, dass niemand sie aufhalten wird oder kann. Dieses Wissen gibt ihr eine unglaubliche Macht, die sie mit diabolischer Freude ausspielt. Und wir, die Menschen, spüren das mit aller Härte. Sie berührt alle Lebensbereiche, innen wie aussen. Das Aufstehen wird zur Qual. Man schleppt sich dann mehr schlecht als recht über den Tag und versucht so gut wie möglich, zu tun, was getan werden muss. Irgendwas extra oder zusätzlich? Keine Chance. Im Haus brennt den ganzen Tag das Licht, will man nicht im Dämmerzustand verweilen. Und abends, wenn Max ins Bett geht, also so zwischen halb 8 und 8, schreit jede Zelle in mir nach Schlaf. Das geht aber nicht, und so muss ich aufpassen, dass mich nicht der Neid frisst.
 
Diejenigen unter uns, die Arbeit haben, sind jene, die versuchen, den Anschein der Normalität aufrecht zu erhalten, für sich selbst aber auch für die ganze Gesellschaft. Sie sind Meister im "So tun als ob" und ihnen gebührt aller Dank und alle Ehre.
Diejenigen unter uns, die Kleinkinder haben, kommen wahrscheinlich noch am besten weg. Weil sie an konstantem Schlafmangel leiden, seit es den kleinen Menschen gibt, ist die Müdigkeit bereits ein fixer Bestandteil ihres Lebens. So ist es zwar nicht leichter, aber zumindest normal.
Diejenigen aber unter uns, die Kleinkinder und Arbeit haben, das sind wirklich arme Schweine...
 
Ich habe Forschungen angestellt und ich bin auf fantastische Überlebensstrategieen gestossen, entwickelt von und für Finnen über Jahrtausende hinweg, perfektioniert und modernisiert (oder auch nicht). Diese hier habe ich gefunden: 
  • Kaffee.
    Finnland ist eines der Länder mit dem höchsten Kaffeeverbrauch europaweit. Je nach Studie nimmt es mal den ersten, mal den zweiten Platz ein.
  • Alkohol.
    Auch hier ist Finnland ganz vorne unterwegs. Man versucht, diesem Trend etwas entgegenzusetzen, indem Alkohol nur in speziellen Geschäften erhältlich ist. Da es aber immer leichter ist, die Symptome anstatt der Ursache zu bekämpfen, bringt das nur sehr wenig.
  • Vitamin D.
    Die Kinder in Finnland müssen Vitamin D bis zu ihrem 19. Lebensjahr nehmen. Vitamin D kriegt man sonst, wenn man sich in der Sonne bzw. im Tageslicht aufhält. Und man braucht es für den Knochenaufbau, also, für die eigene Stabilität. Vielleicht nicht nur im physiologischen, sondern auch im psychologischen Sinne, wenn man davon ausgeht, dass Körper und Geist eins sind.
  • Viele Kinder machen.
    Es gibt nichts, das so viel Strahlendes und Schönes ins Leben bringt als ein kleines Kind, das gerade die Welt und sein Gegenüber entdeckt. Sogar im November.
  • Tageslichtlampen.
    Es gibt tatsächlich einige, die schwören darauf.
  • Sauna.
    Wenn gar nichts mehr hilft: Sauna hilft immer. Egal bei was.
  • Kanarische Inseln.
    Wer es sich leisten kann, haut ab. Wieso aber gerade die Kanarischen Inseln so reizvoll sind für die Finnen, das weiss ich leider nicht.
  • Suizid.
    Ja. Auch das ist ein Ausweg. Nur ist der Preis leider sehr hoch.
  • Und dann all diese kleinen, kläglichen Versuche, die einem helfen sollen, Tag für Tag zu bestehen. Die einen stürzen sich auf Weihnachtsvorbereitungen und schmücken das Haus innen und aussen, als gäbs einen Preis dafür, die anderen essen kiloweise Schokolade, wieder andere gehen vermehrt einkaufen, weil man in den Geschäften zumindest auf Menschen trifft, und so mancher versucht sich auf dem Meer, indem er dort eisläuft, wenns denn schon geht.
Und ich? Ja, ich hab Max.
Und Kaffee. Und wenns ganz und gar unerträglich wird, dann hab ich auch noch das Feuer im Ofen.
Das ist eine gelungene Kombination, um dem Jetzt die Stirn zu bieten.

Alles geht vorbei. Immer. Daran halt ich mich fest.
Auch wenn das gleichzeitig die Basis meiner grössten Ängste ist.

Wie auch immer - habts es gut, habts es fein. Geniessts die Sonne und das Licht. Denn nichts ist selbstverständlich. Nicht einmal das.

Alles Liebe,
Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit

 


Samstag, 12. November 2016

12.11.16 - Das Beben und seine Nachwirkungen


Da machts einen Tusch in der Welt und auch, wenns so ausschaut, als sei es ein Tag wie jeder andere, ist plötzlich alles anders.

Und ich sitze im Auto und besuche eine Freundin. Hubert von Goisern jodelt einen seiner Jodler und ich fühle mich wie ein Baby eingebettet in einer Blase, die Schutz und Fürsorge verspricht, und wünsche mir, dieses Gefühl möge nie aufhören. Derweil weiss ich es besser. Es ist diese unheimliche, atemlose Ruhe vor dem Sturm.

Musik schafft Räume und Welten aus Farben und Emotionen, sie lässt Visionen entstehen und verschwinden, sie öffnet Sinne und Möglichkeiten, sie schenkt Ruhe und Zuversicht, man versteht plötzlich alles oder auch gar nichts mehr, kurz: sie ist lebensnotwendig.

Und ich fahre weiter. Der Jodler ist vorbei und speit mich aus, und ich finde mich wieder in dieser plötzlich so anderen Welt.

Ich habe nicht viel geschlafen in der letzten Nacht.
Frieden war bis jetzt immer selbstverständlich für mich. Ich habe nie etwas anderes erlebt, und auch wenn die Welt rundherum alles andere als friedvoll war, so habe ich mich doch in meiner kleinen Welt nicht darum zu sorgen brauchen.
Über Nacht hat der Frieden zu wackeln angefangen.

Die Freundin durchlebt ihre ganz persönliche Horrorgeschichte und ich stelle fest: Stabilität ist Illusion. Es passiert gerade etwas mit und in der Welt. Im Grossen wie im Kleinen. Und die Balance ist unter diesen Voraussetzungen nur mehr mit grösster Mühe aufrecht zu erhalten.

Ein anderer Tag. Die Schockstarre hat sich gelegt und ich spüre ein: Ok, dann gemma eben an, was sich nicht vermeiden lässt. Was dem Amerika sein Donald ist dem Österreich sein Norbert. Bring mas hinter uns. Es spitzt sich schon seit Jahren zu, eine geballte Ladung an Energie sucht sich ihren Weg, uuuuuuuuund - PÄÄÄNG!!! Päng? Päng!
Und dann?
Falls es dann noch ein Dann gibt, dann simma vielleicht a bissi gscheiter. Zumindest für ein paar Jahre. 
Das Pendel schwingt. Lange war Frieden in Europa. Ich hätte gern weiterhin Frieden, aber zu viele setzen diesen leichtfertig aufs Spiel. Und das Pendel schwingt. In die entgegengesetzte Richtung. Was draus wird, weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass ich ausserordentlich beunruhigt bin.
 
Ich schaue mich um in unserem Lövsunder Wald, wo man das Gefühl hat, dass man total alleine ist in dieser Welt. Übertreibe ich? Hoffentlich. Und ich schaue Max zu, der noch gar nichts davon weiss. Ich wünsche ihm eine gute Welt. Eine, in der er keine Angst um sein Leben haben muss, eine, in der er sich frei bewegen darf, eine, die auf ein Miteinander setzt. Alles andere wäre einfach nur fatal.

Ein anderer Tag. Kino. Sie zeigen ein Beatles-Konzert in New York, bei dem sie vor 56.000 Menschen spielen. Kann sich das wer vorstellen? 56.000 Menschen! Und wisst ihr, was diese 56.000 Menschen getan haben? Sie waren wahnsinnig. Völlig verrückt. Jede/r einzelne. Sie haben gekreischt, geweint, geschrieen, getobt - man kennt das von kurzen Ausschnitten im TV. Aber dieses Mal wars in Farbe. Irre, verzerrte Gesichtszüge, Haare raufend und mit weit aufgerissenen Augen und Münder waren diese Leute völlig ausser sich. 
Und warum? Weil ein Mensch seinen Kopf schüttelt, während er Aaaaah singt. Und weil ein anderer grinst. Und - weil es die Beatles waren.
Oh. Mein. Gott.
Ich hab sehr schnell angefangen, mich diesbezüglich sehr, sehr unwohl zu fühlen. Zum einen, weil ich dieses Gefühl kenne und ich vermutlich genau so getobt hätte, hätte ich zu dieser Zeit gelebt, und zum anderen, weil es mich irritiert, wie mühelos verführbar und manipulierbar (Massen von) Menschen sind.
 
Adolf. Barack. John, George, Ringo, Paul. Donald?
Und die Masse hält inne. Und die Masse spürt was. Und die Masse bewegt sich.
 
Cut.
Es gibt arme Menschen in dieser Welt. Und es gibt reiche Menschen in dieser Welt.
Ja. Eh. Wiss ma. Fad.
 
Aus: Wikipedia - Vermögensverteilung:
Einer Studie zufolge betrug im Jahr 2000 der Gini-Koeffizient weltweit 0,892.
Demnach besitzt das reichste Prozent der Weltbevölkerung 40 % des Weltvermögens.
Die reichsten 10 % besaßen zusammen 85 % des Weltvermögens,
die ärmeren 50 % zusammen nur 1 %.[10]
Der Ungleichheitswert von 0,892 entspricht annähernd einer Situation, in der
von 100 Personen eine Person 90 % besitzt,
während die anderen 99 Personen sich die übrigen 10 Prozent teilen.[
 
Bitte noch mal lesen. Und auf der Zunge zergehen lassen.
Und dann noch wundern, wenn sich die bösen, bösen Leute, die da von überall her in unsere Länder strömen, das nicht mehr gefallen lassen wollen?!
Das ist eine hochgefährliche, explosive Situation, in der wir uns gerade befinden.
Ob Donald Trump oder Norbert Hofer oder wie sie alle heissen die richtige Antwort darauf sind, ist sehr zu bezweifeln. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher. Diese Herren wollen uns das aber so verkaufen, und verdrehen gleichzeitig alles, sodass es klingt, als seien sie die Revoluzzer und die "Bekämpfer des Systems".
 
Oioioi sagt Max immer, wenn er irgendwo ein Brösel entdeckt.
Oioioi sage ich nun immer, wenn etwas anders ist, als ich es gern hätte.
 
Oioioi.
 
Ich trinke Kamillentee.
Lausche den Beatles, welche mir immer weit mehr waren als reine Unterhaltung.
Sehe mich selber im Spiegel der Fensterscheibe.
Und kämpfe gegen die unbändige Lust, meinen Kopf in den Sand zu stecken.
 
Pfiat enk! Hej då -
d'Birgit
 
 
 
 
 

Sonntag, 6. November 2016

04.11.16 - Über Parties


Parties liegen mir im Blut wie einem Vogel das Eislaufen...
 
Gestern war es wieder einmal so weit. Wir hatten eine Einweihungsfeier für unseren Turm. Es waren etwas mehr als 40 Gäste geladen, von denen auch fast alle gekommen sind. Verwandte, FreundInnen, Bekannte, allesamt natürlich mit Lieblingsmensch und Kindern.
 
Uiuiui, da isches zuagangen.
"Hallo. Griass di! Schen, dass du do bisch!"
"Wos? Du geasch scho wieda? Ma, volle nett, dassd kemman bisch!"
Zwischen diesen beiden Sätzen gabs eine Führung in unser neues Schlafgemach, etwas zum Essen und zum Trinken, a Plauschale hier und a Plauschale da, Kaffee, Musik, die immer viel zu früh fertig war, Max mit all seinen Bedürfnissen wie Essen, kuscheln und Windeln wechseln, Kuchen, und, ja, und dann all diese Spotlight-Begegnungen.
 
Mittlerweile haben sich auch die Letzten verabschiedet. Mein Kopf schwirrt. Ich sitze da, schaue zurück, und mir ist, als wäre ich von einem Improtheaterstück zurückgekommen in meine Welt.
Der Name dieses Stückes: Triff dich.
Es gibt viele, viele Schauspieler. Der Auftrag: Jede/r tritt einzeln auf die Bühne, der Scheinwerfer geht an, und er/sie erzählt. Egal was. Persönliches. Politisches. Langweiliges. Spannendes. Was auch immer. Die Erzählung muss so lange dauern, bis der Scheinwerfer wieder ausgeht. Wobei niemand weiss, wann das passieren wird.
 
So viele Spotlights. So viele Menschenlebenausschnitte.  
Licht an - sie hat ihren Ehering verloren - Licht aus.
Licht an - sie wartet immer noch auf die Info des Arbeitgebers, ob er nun eingespart wird oder nicht - Licht aus.
Licht an - der Enkel ist auch auf einer Party - Licht aus.
Licht an - er wünscht uns noch viele, viele Mäxe - Licht aus.
Saft? Ja. Hier. Bitte. Gerne!
Max? MAX! He, Mahaaax!!! Ah, do bist du.
Licht an - Tomas, der jüngste Partygast, schreit und weint - Licht aus.
Licht an - Sie hat so oft an mich gedacht und sich gefragt, wie es hier wohl ist für mich, aber sie hat sie nicht hergetraut - Licht aus.
Licht an - Wow! A Laterne. Danke! - Licht aus.
 
Für weitreichendere Begegnungen ist so ein Rahmen nicht gedacht. Und nichts desto trotz sind diese kurzen Einblicke - echt. Und sie berühren mich. Und Gesprächsfetzen hängen immer noch wie Wäschestücke in der Luft. Zum Trocknen? Vielleicht.
 
Während unsere letzten Gäste noch mit Kalle diesen riesigen Kasten auseinandergebaut und in einem anderen Raum wieder aufgebaut haben, haben Max und ich uns auf den Weg nach draussen gemacht. Auch wenn noch kein Schnee liegt, so hat doch der Frost alles unter eine funkelnde Decke aus Kälte gehüllt. Kaum haben wir die Türe hinter uns zugemacht, hat uns frostige Luft empfangen und Wolken vor unsere Münder gezaubert und die Stille, diese wohltuende, alles übertönende Stille hat uns wie ein sanftes, zärtliches Wesen umarmt und aufgenommen. Oh. Wie wohl mir war.
 
In dieser Stille hat sich Max auf den Weg gemacht, das Leben zu erkunden. Es ist ja sooo spannend!



Ich mag diese Ruhe wirklich. In der Ruhe kann ich mich entspannen und mit und bei mir sein.
Aber so a Party ist schon auch nett. Ich habe ganz schön alt werden müssen um zu erfahren, dass Spotlightbegegnungen durchaus ihren Reiz haben, auf jeden Fall aber berühren können.

Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit