Samstag, 28. November 2015

28.11.15 - Wenn Ruhe einkehrt...


... dann haben wir endlich wieder Zeit füreinander.

Max und ich.
 
Alle sind sie weg. Mein lieber Freund aus Tirol, Kalles enge Familie und Kalle selbst. Ihre Motivationen trennen sie, der Abschied verbindet sie. Pfiati sagen war früher ein sehr schwieriges Unterfangen. Mit dem Alter nimmt die Akzeptanz der Unvermeidlichkeit zu. Also, Pfiati, lieber Mensch, und dann umdrehen und einen Schritt in Richtung wiedererlangtes, eigenes und alleiniges Ich machen und schauen, was dort ist. In meinem Fall: Max.
 
Max und ich in Finnland. Gestriges Projekt: Passfoto machen.
Zusammenpacken und Autofahren sind mittlerweile zur Routine geworden. Das Fahren auf Eis noch nicht. Aber schlussendlich doch das Ziel - Vörå - erreicht und mit Sack und Pack eini ins Fotogschäft. Zu meinem Erstaunen war hinter der halben Fotowand eine Friseurin mitsamt Frisierstudio und einer frisch blondierten Blondine.
"Do you speak english?" (Gewohnheiten lege ich nur sehr schwer ab.)
Verlegenes Lächeln ihrerseids.
Also gut. Auf Schwedisch die Bitte um ein Passfoto von Max.
Ich solle doch in einer Stunde wiederkommen.
Das sei a bissi kompliziert und obs nicht doch gleich ginge.
Anruf. In 20 min kommt die Fotografin.
Ok. 20 min warten mit einem Baby ist nicht gerade das Entspannteste. Also: Kann ich Windeln wechseln?
Ja. Natürlich. Hier vielleicht?
Und so ists geschehen, dass ich meine Decke ausgepackt hab und Max alsbald nackig auf dem Verkaufs- und Kassatisch gelegen ist und strampelnd-quietschend die Umstände für gut befunden hat.
Während wir geratscht und gequietscht haben, haben auch die Frauen hinter der Wand geratscht, bis dann endlich die Fotografin, die eigentlich ein Fotograf war (Missverständnisse passieren immer wieder), eingetroffen ist.
Und Max war immer noch gut drauf. Und er hat das ganz super gefunden, dass da ein weisser Karton unter ihm durchgeschoben wird. Und es war auch ganz lustig, dass dieser neue Mann da auf einen Stuhl steigt und auf einmal riesengross ist.
Aber wo ist Mama? Ah ja. Besser nicht aus den Augen lassen. Man weiss ja nie. Und so hat Max ganz ausdrucksstark mit den verschiedensten Emotionen im Gesicht ("Schau, Mama, was der Mann da macht!!!", "Wieso bist du denn so weit weg?", "Ich kenn mich da nicht aus!", "Hihi, ist das lustig!",...) mich angeschaut. Und immer wieder mich. Da hat der Fotograf gut und gern mit seinem Glöckchen läuten können. Oder komische Dinge sagen, die kein Mensch versteht. Und wie wir wissen, hat es die EU (mit Sicherheit Männer) für gut und richtig befunden, dass Menschen auf dem Passfoto ernst und emotionslos dreinzuschauen haben. Das möge man bitte mal einem kleinen Baby, das mit Enthusiasmus die Welt für sich entdeckt, erklären.  
Doch das Wunder ist geschehen, und Max hat die Kamera entdeckt. Und wenn er etwas neu entdeckt, dann schaut er. Mit grossen, wunderschönen Augen schaut er. Wirklich ohne eine Mine zu verziehen.
Also, das Foto war im Kasten und unser Projekt erfolgreich abgeschlossen. 
 
Und da ich die Geschichte nicht so abrupt abbrechen will, hier noch eine Willkommensfeier-Impression - ein Foto von unserem Wunsch-Feuer auf dem Meer:
 

Bei Schneesturm haben wir dem Feuer unsere Wünsche für Max übergeben, und dieses dann wiederum - begleitet von einem Joik - dem Meer in seiner endlosen Weite. Sehr archaisch. Sehr gross. Sehr gewaltig. War zutiefst ergriffen.
 
Hallo, lieber Max! Willkommen in dieser Welt!
 
Pfiat enk, liebe Leute! Pfiat enk und Hej då!
Mochts es guat!
d'Birgit
 

Donnerstag, 19. November 2015

19.11.15 - Brief an die 80-jährige Birgit


Liebe Birgit!

Ich bin ein bisschen aufgeregt. Dieses Wochenende haben wir die Willkommensfeier für Max. Zu diesem Zweck kommt auch mein lieber Tiroler Freund angeflogen hierher ins finnische Land. Und Kalles engste Familie wird dabei sein. Und dann heissen wir bei Schnee und Sturm, am Meer, mit Feuer und mit einem Joik und anschliessender Sauna unseren lieben Max willkommen. Wie du weisst, machen mich gemeinschaftliche Dinge wie Feiern immer ein bisschen nervös. Da sind Menschen. Und dieser Umstand bringt für mich stets eine gewissen Grundanspannung mit sich. Sag, entspannt sich das ein bisschen mit dem Alter?
 
Ich würde dich gern kennenlernen, liebe Birgit. Ich würde mich gern treffen mit dir, vielleicht auf einen Kaffee oder ein Glasl Rotwein, am liebsten bei einer kleinen Hütte irgendwo im Nirgendwo. Und dann würd ich dir einfach nur gegenüber sitzen und dich anschauen wollen. Wie schaut dein Gesicht aus? Seh ich Lach- oder Missmutsfalten in deinem Gesicht? Und was ist aus deinen Augen geworden? Sehen sie noch klar - auch dahinter? Wie ist deine Stimme, wenn du redest? Zittrig? Kräftig? Laut? Leise? Und dein Lachen - kann es noch schallen? Ich wäre neugierig auf deine Erzählungen. Was ist die letzten 42 Jahre passiert? Warst du glücklich? Und bist du's jetzt? Wie fühlt es sich an, wenn die Vergangenheit mehr Raum einnimmt als die Zukunft? Mit welchen Augen schaust du auf mich? Hey, und wie gehts Max? Und Kalle?  Und - wo bist du jetzt???
 
Zu gern wüsste ich, wie das alles hier ausgeht.
Und - nein, ich würd mich mit Händ' und Füssen wehren, würd es mir jemand verraten wollen bzw. können.
 
Mein kleines Leben kreist momentan um kleine Dinge wie die Mit-Organisation der Willkommensfeier, den nächsten Flug nach Tirol, das Bestellen von Windelhosen oder den Grosseinkauf für Besucher. Das alles ist jetzt in dieser Zeitspanne ziemlich wichtig, doch in Anbetracht der Grösse dieses Lebens ziemlich unbedeutend.
Unklar ist mir derzeit (oder eh immer, nehm ich an) das, was dahinter steht, der grössere Sinn des Ganzen, die eigentliche Richtung. Was nicht immer ganz so leicht zum Aushalten ist. Aber ist es nicht immer so, dass erst im Rückblick bestimmte Dinge Gestalt annehmen und Fragezeichen sich zu Punkten wandeln oder zu Rufezeichen?
 
Ich bin deine Vergangenheit, oder vielmehr ein Abschnitt daraus.
Und du bist meine Zukunft.
 
Mögest du eine strahlende, alte Frau sein, die JA zu dem sagen kann, was war und was ist!
Möge ich eine strahlende (nicht mehr ganz so junge) Frau sein, die sich mutig von Liebe, Wahrhaftigkeit und Freude leiten lässt.
 
Pfiat di und Hej då -
d'Birgit
 
 
 
 
 
 
 

Donnerstag, 12. November 2015

12.11.15 - Ausgeliefert


Stell dir vor.

Stell dir vor, du bist ein Baby. Es gibt dich erst seit ein paar Wochen in dieser Welt.
 
Du liegst. Du weisst nicht, dass man das Liegen nennt. Du weisst nicht einmal, dass DU das bist, der da liegt, weil du noch keine Vorstellung von ICH und DU hast. Aber das macht nichts. Du schaust. Siehst einen hellen Fleck dort drüben. Die Grossen sagen Nachttischlampe dazu. Sie wirkt auf dich wie ein Magnet. Du kannst deinen Blick nicht davon abwenden. Ab und zu huscht etwas durch dein Blickfeld. Das sind deine Arme, die in der Luft zappeln. Aber auch das weisst du nicht. Und es ist auch nicht weiter irritierend. Du nimmst es als gegeben hin. Wie auch die Nachttischlampe. Und alles andere, das das Jetzt bedeutet.
 
Während du schaust und zappelst, passiert plötzlich etwas (ein Furz bahnt sich an). Du hältst inne. Versuchst es irgendwie einzuordnen. Aber du weisst nicht, was es ist. Es (der Schmerz) kommt in Schüben. Und ist total unfein. Es (der Druck) wird mehr. Und es wird laut um dich herum (weil du schreist). Alles wird von diesem ES eingenommen. Es existiert nichts mehr daneben. Es wird heiss (dein Kopf rot vor lauter schreien). Das, was dich stets durchfliesst (der Atem), fliesst nicht mehr. Stockt viel mehr. Du kriegst Angst. Aber auch das weisst du nicht. Du spürst nur etwas. Es ist unfein. Es ist total schiach! Und es soll bitte aufhören. Alles. Sofort! Es wird heisser. Und lauter. Du kannst nichts tun. Aufhören!!! Aaaaaaahhhhh!!!
 
So. Und nun hast du Eltern, die haben ein Erziehungskonzept, das beinhaltet, dass Kinder um 8 schlafen sollen. Und wenn sie das nicht tun, dann muss man sie schreien lassen.
Was glaubst du, wie gehts dir da dabei?
Und mit welchen Augen wirst du deine Eltern anschauen, später, wenn du davon erfährst?
 
Oder: Du hast Eltern, die pädagogisch sehr gebildet sind. Sie haben viel über deine Entwicklung und die unterschiedlichsten pädagogischen Konzepte gelernt. Und sie fangen zu diskutieren über die möglichst wertvollste Herangehensweise in dieser hier nun entstandenen Situation. Und sie können sich nicht einigen...
Dieselben Fragen.
 
Oder: Du hast die hilflosen Eltern. Sie rennen herbei, packen dich, heben dich aus dem Bett, reden recht aufgeregt und nervös auf dich ein - laut genug, damit du sie ja hören kannst in deinem Geschrei, klopfen auf all deine Körperpartien, geben dich weiter an den/die andere/n, und wieder zurück, weils nix geholfen hat, schaukeln dich, schütteln dich, legen dich hin, heben dich wieder auf, wiegen dich, küssen dich, tragen dich herum, verändern die Stellung, tragen weiter, verändern wieder, ...
Wiederum: Dieselben Fragen.
 
Oder: Du hast die Überbesorgten als Eltern.
Oder: Du hast die Überforderten.
Oder: Du hast die Coolen.
Oder: Du hast die Reflektierten.
Oder: Du hast die Alternativen.
Oder: Du hast die Disziplinierten.
Oder: Du hast die Vertrauensvollen.
Oder: Du hast die Ängstlichen.
Oder: Du hast die Machthungrigen.
Oder: Du hast ...
Oder: ....
Oder: ....
Und: Vergiss nie zu fragen.

Egal, an welche Eltern du auch immer gerätst. Du wirst ihren Ideen und Konzepten und Lebensweisen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sein. Ob du nun willst oder nicht. Und dass ihr Sein und ihr Tun einen immens grossen Einfluss auf dein gegenwärtiges und zukünftiges Leben ausübt, steht völlig ausser Zweifel.


Ich habe einen kleinen Sohn. Ich weiss nur sehr wenig darüber, wie er etwas wahrnimmt oder empfindet. Das einzige, was wirklich augenscheinlich ist, ist, dass er total in seinen Emotionen und Körperempfindungen ist. Dinge, die sich in diesem Alter noch überhaupt nicht gut einordnen lassen. Die daherkommen wie Naturgewalten. Manche von ihnen fühlen sich vermutlich fein an, manche hingegen ganz wild und schrecklich. Und er weiss nicht, wie ihm geschieht, um Grönemeyer kurz zu Wort kommen zu lassen. Er kann nichts dafür tun oder dagegen, ist also jeglichen Geschehnissen völlig ausgeliefert. Ihnen und uns, den Eltern.

Von ganz von Anfang an war seine einzige Chance, sich voller Vertrauen in dieses Leben und in dieses Uns zu stürzen, in der Hoffnung, dass wir uns seiner annehmen. Auch wenn er uns nicht kannte. Auch wenn er überhaupt nichts wusste. Er hatte ja keine andere Wahl.
Dieses hingebungsvolle Vertrauen, das er mir und uns da entgegenbringt, einfach so, weil er eben nicht anders kann, rührt mich zutiefst. So patschert ich mich auch manchmal anstelle, er lässt sich immer wieder aufs Neue in den Arm nehmen, und immer wieder aufs Neue schnauft er - ausgelöst durch unsere Nähe - tief durch und kann angstfrei loslassen. Wie schön sein Gesicht dann ist...

John Lennon hat einmal gemeint, dass die ersten 5 Lebensjahre seiner Meinung nach am Wichtigsten sind. Ich würde gern so weit gehen zu sagen, es sind die ersten 5 Monate im Leben eines Menschen, die prägend sind. Vom ersten Augenblick an fängt das Gehirn an sich zu formen. Je nach Erfahrungen und Entwicklung verbinden sich Synapsen, werden Ordnungen gebildet, und Schritt für Schritt entsteht so eine Idee, eine Vorstellung davon, wie und was das Leben, das Ich und das Du ist. Die "Rillen" im Gehirn können jederzeit umgeschrieben oder erweitert werden. Hier, in dieser Anfangszeit aber wird der Grundstein gelegt.

Ich weiss selber nicht, wie erziehen geht. Ich weiss nicht, was richtig und was falsch ist. Und es liegt mir total fern, über andere Eltern und Erziehungsstile und urteilen. Wie könnt ich auch?
Aber eines hab ich für mich ganz klar gemacht: Ich möchte niemals Max' Vertrauen und seine physische Noch-Hilflosigkeit ausnutzen. Er ist ein vollwertiger Mensch. Und als solches behandle ich ihn. Ich möcht auch nicht sagen, dass ich Max erziehe. Ich darf vielmehr diejenige sein, die ihn gemeinsam mit Kalle auf seinen ersten Schritten durchs Lebens begleitet. Welch wunderbares Privileg!
Ich hoffe, ich tu ihm gut.

Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit









 

Sonntag, 1. November 2015

01.11.15 - Ich hätt da mal ein paar Fragen...


Es gibt da ein Bild in mir. Oder besser gesagt einen Film.

Eine Frau steht mit ihrem Kinderwagen am Bahnsteig. Ich seh einen der Bahnsteige am Innsbrucker Hauptbahnhof, einfach weil mir der innerlich am nächsten ist. Die Frau wendet sich dem Ticketautomaten zu und dreht zugleich ihrem Kind den Rücken zu. Es ist kein anderer Mensch in der Nähe. Während sie versucht, das Ticket zu kaufen, fängt der Kinderwagen aus unerklärlichen Gründen an zu rollen. Auf die Gleise zu. Zeitgleich kommt ein Zug herangerast. Er hat ein sehr hohes Tempo, weil er an diesem Bahnhof nicht hält. Die Frau spürt plötzlich etwas und dreht sich um. Sie sieht nur noch, wie der Kinderwagen auf die Gleise fällt. Genau in dem Moment, indem der Zug die Stelle passiert. Von einer Sekunde auf die andere ist alles anders. Der Kinderwagen ist weg. Die Frau schreit. Vielleicht rennt sie sinnloser Weise ein Stück dem Zug hinterher. Vielleicht bleibt sie in Schockstarre stehen.

Diesen Film hab ich in mir, seit ich einen Artikel in einer Zeitung gelesen habe, der von genau diesem Unglück berichtet. Bereits vor etlichen Monaten. Oder Jahren? Nicht in Innsbruck. Irgendwo. Der Ort tut nichts zur Sache. Und obwohl ich diese Frau nicht kenne, und obwohl ich nie an diesem Bahnhof war, und eigentlich rein gar nichts mit der Sache zu tun habe, hat sich dieser Film in mir festgesetzt.

Und er taucht auf. Immer wieder.
Zum letzten Mal heute. Max war in seinem Kinderwagen. Nachdem ich Laub zusammengerecht hab, wollt ich mit ihm auf die andere Seite der Strasse, um zu schauen, wie's unseren lieben Bäumen geht. Ich schieb also Max vor mir her. Geh an unserer Garage vorbei, durch das Einfahrtstor, auf die Strasse. Und - zack, da ist er. Der Film. Und sofort die connection zu jetzt. Das Bild: ich schiebe Max, unachtsam, träumend, patschert oder sonst was, der Kinderwagen ist bereits auf der Strasse, ich noch nicht, Auto kommt, ist da, zack, weg. Puh...!
Es ist nicht so, dass ich mir das vorstelle. Bewusst oder absichtlich. Es kommt. Es kommt völlig unvorbereitet. Und mich reissts immer wieder. Es ist so wild. Und es ist ja tatsächlich immer so, dass der Kinderwagen zuerst die Gefahrenzone betritt. Um jede Ecke, die wir gehen, jede Strasse, die wir überqueren, die Reihenfolge ist immer die gleiche: Erst Max. Und dann ich.

Da blättere ich also die Zeitung durch. Irgendwann. An irgendeinem Ort. Ich les einen Artikel. Und weiss während des Lesens nicht, dass mich dieser Artikel nun begleiten wird auf unbestimmte Zeit. Und mich beeinflusst. Emotional und mental.

Das, was bleibt, was wir erinnern, was in uns arbeitet, ist nicht immer das Gscheiteste.
Brocken, von irgendwelchen Menschen, vielleicht einfach so dahingesagt.
Traumsequenzen.
Lieder oder Tonfolgen.
Erlebtes oder Fiktives, was sich ja oft nicht unterscheiden lässt.
Absätze aus irgendwelchen Büchern, denen sie schon längst nicht mehr zuordenbar sind.
Filmszenen.
Unbedeutendes. Peinliches. Berührendes. Erschreckendes. Erregendes.
Bilder. Sie kommen hoch. Wirken in irgendeiner Form. Und verschwinden wieder. Das geschieht oft so subtil, dass wir uns dessen nicht einmal bewusst sind. Und doch beeinflussen sie uns, unser Fühlen und unser Handeln.

Wenn ich da weiterspinne, dann tun sich schon einige Fragen auf:
Was vom Erlebten, vom Jetzt wird vom Gehirn wahrgenommen, was wird behalten und was wird vergessen?
Und warum genau dieses, aber nicht jenes?
Mit dem Wissen, dass das Gehirn nicht nur speichert, sondern auch aussortiert bzw. sich weigert, Seiendes wahrzunehmen, weils sonst zu viel an Reizen und Information wäre, habe ich dann überhaupt den Anspruch auf "die Realität"?
Und was bedeutet das für mich und mein Leben?
Und für andere, die mit mir sind?
Und - ist das Gehirn jemand anderer? Oder wieso sonst unterscheide ich zwischen es und mir?

Und die eine Frage, die mich beschäftigt, seit ich denken kann:
Wenn ich einen Käse (austauschbar mit Apfel, Schokolade, und allem anderen Guten) esse, und jemand isst genau denselben Käse, schmeckt er das Gleiche wie ich?

Max verlangt nach mir :-). Gut so. Sonst krieg ich noch einen Knopf im Hirn. Oder - wo?

Habts es fein, liebe Leute! Und schauts gut auf euch und eure Lieben!
Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit