Hallo, liebe Leute!
Das Starten eines Eintrages nach dieser langen Sommerpause fühlt sich ein bisschen an wie das Wiedersehen eines Freundes, den man für lange Zeit aus den Augen verloren hat. Ein bisschen aufgeregt bin, ein bisschen verlegen gar. Beim Blumen- und Gartengießen hab ich mir bereits Gedanken rund ums Formulieren gemacht anstatt mich den Pflanzen zu widmen, und beim Geschirrabwaschen war ich mir immer noch nicht sicher, was ich eigentlich sagen möchte.
Und so sitz ich nun da vor meinem Computer und versuche, mir ein Gegenüber vorzustellen. Ich habe festgestellt, dass es das einfacher macht.
Es wird eine Änderung geben.
Ich fühl mich außerstande, diesen Blog in herkömmlicher Form weiterzuführen. Das Leben verlangt anderes von mir, und zwar in erster Linie Zeit für andere Dinge.
Aber ganz aufhören möchte ich nicht. Ich schreibe gern und mag es, wenn meine Geschichten gelesen werden.
Deshalb hab ich mich zu folgender Entscheidung durchgerungen:
Ich schreibe weiter Einträge in diesem Blog mit dem Unterschied, dass diese nicht mehr wöchentlich wie bisher sondern monatlich erscheinen werden. Es wird also einen Oktobereintrag geben, einen Novembereintrag, usw.
Das kommt meinem Bedürfnis des Mit-Teilens entgegen und ist gleichzeitig eine realistische Entgegnung auf meine derzeitige Lebenssituation.
Die Ruhe vor dem Sturm.
Wer kennt sie?
Wer kennt sie nicht?
In diesem Herbst gehts hoch her. Politisch sowieso (die österreichische Regierung zieht alle Register, während das Volk stupide grinst, die schwedische Wahl verspricht nichts Gutes, und egal, ob ich den Blick in Richtung Osten oder in Richtung Westen lenke, ich sehr nur tiefschwarze Gewitterwolken), aber auch persönlich (Kindergarten, Unterrichten, Beraten, vielleicht sonst noch irgendwie zu Geld kommen, Ofensetzen, als gewählte Dorfrätin Sitzungen beiwohnen, Beziehung leben, Alltag schupfen, usw.).
Und trotzdem. Jetzt in diesem Moment ist nichts davon zu spüren.
Die Sonne ist untergegangen. Die Wolken stehen gelb und irgendwie immer noch sommerlich am Himmel, der Kühlschrank surrt, Kalle liegt in seinem Schlafsack irgendwo am Berg in Lappland, Max liegt im Bett -
und es gibt nur mehr mich. Mein Atmen. Meine Gedanken. Meinen Körper. Mein Leben.
Die finnische Stille macht ganz viel Platz innen drin. Hier bin ich viel weiter als sonst wo. Und vieles wird klar.
Ziele nehmen Ängsten den Wind aus den Segeln.
Die Ruhe vor dem Sturm.
Pfiat enk und Hej då -
d'Birgit
| No a Tirolerin in Finnland :-)! |
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