Donnerstag, 30. April 2015

30.04.15 - Tao Tao (タオタオ絵本館 世界動物ばなし)

 



Kann sich noch jemand an Tao Tao erinnern? Den kleinen Pandabären, der immer gemeinsam mit seinen Freunden Geschichten von seiner Mutter erzählt bekommen hat? Ich habe diese Serie geliebt. Das Schönste waren die Zeichnungen, die Bilder. Die waren so schön für mich, dass ich oftmals ganz enttäuscht war von der Realität. Nie hab ich so fantastisch aussehende Blumen gefunden auf unseren Wiesen, die Vögel und die Schmetterlinge waren nie so bunt und so vielfältig, und unser Bach hat in echt nie so schillernd geglitzert und gefunkelt wie der im Film. So bin ich eine Zeitlang gar  nicht mehr gern rausgegangen, weil die Realität mich gnadenlos zurückgeholt hat - eben auf den Boden der Realität. Und dort wars ja ganz und gar nicht zauberhaft und mystisch. Dort wars so normal, kein Glanz und kein Funkeln nirgendwo, und auch die Farben waren weit weniger schillernd, vielmehr stumpf und matt.
 
Ich hab mit der Zeit die Kurve gekratzt, indem ich einen ganz bewussten und klaren Schnitt hab machen müssen. Das eine war die Film- und Zeichentrickwelt, und das andere die echte. Und diese beiden Welten haben nichts gemeinsam. Die eine tut nur manchmal so als ob. Als ich das herausgefunden hab, wars wieder gut. Und ich habe mich auf die Suche nach dem Wundersamen in der echten Welt gemacht. Und ich bin fündig geworden :-). Immer und immer wieder. Und das grösste Wunder an all dem: Ich finde immer noch!
 
Wie auf diesem Foto. Das hab ich gemacht auf eine der Brücken, die das Festland mit unserer Insel verbinden. Ist dieses Glitzern nicht wundervoll? Und die Wolken?! Jedes Mal, wenn ich da drüber fahre, schauts ganz anders aus als an all den Tagen zuvor. Nie ist das Meer dasselbe, der Himmel ist immer ein anderer und das, was sich auf dem Meer abspielt, wechselt sowieso ständig. Am meisten mag ich das Zusammenspiel von Wolken und Wasser - und mittendrin in diesen gewaltigen Kräften ich mit meinem kleinen Autole :-).
 
Als ich dieses Foto gesehen habe, ist mir plötzlich der Tao Tao wieder in den Sinn gekommen. Und der Gedanke, dass es doch manchmal Brücken geben muss von der einen Welt in die andere oder auch andersrum.
 
In diesem Sinne - Pfiatenk und Hej då!
De Birgit

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