Montag, 9. März 2015

09.03.15 - Då kummt die Sunn - düdldüdü.

 
 


Kennt wer diesen alten STS-Schinken? Ja, eh, übernommen von den Beatles, und so genial :-)!

Då kummt de Sunn... ! Und ich rede jetzt noch gar nicht von der Wärme. Aber von der Sonne. Und vom Licht. Und von der orange-roten Farbe, die man sieht, wenn man mit geschlossenen Augen direkt in die Sonne schaut.

Es treibt uns alle hier aus unseren Bauten, Nestern und Häusern. So viele Menschen unterwegs, so viel Leben plötzlich. Kinder düsen mit ihren Radln rund um ihre Häuser. Andere werkeln im Garten ummadum. Und wieder andere gehen einfach nur spazieren. Jeder scheint aufzuatmen.
 
Die letzten Monate waren echt hart. Eingepackt in dicken Jacken und Hosen und Kappen und Schals, die Schultern hoch gezogen, den Blick nach unten, schnellen Schrittes dahin, wo man eben hinmusste. Rausgehen wurde zu einem Mega-Kraftakt. Körperlich, weils Berge von Kleidung braucht, und emotional. Weil sichs immer irgendwie grausig angefühlt hat.

Ich habe vorletztes Jahr zu Weihnachten ein Probewohnen hier veranstaltet. Für ungefähr 2 Wochen. Und währenddessen und danach hab ich mir gedacht: "Ah, des geaht scho!" Zur dunkelsten Zeit, also knapp vor Weihnachten, haben wir ca. 4 Stunden Licht. Das ist mir damals ziemlich ok erschienen. 4 Stunden mehr als ich gedacht und befürchtet hatte. Nur hab ich damals ausgeblendet, oder eben nicht wahrgenommen, dass diese 4 Stunden kein wirkliches Tageslicht sind, sondern Dämmerungslicht. Und das ist ein Riesenunterschied fürs Innenleben.
Das Tageslicht ist mit dem Jänner Schritt für Schritt zurückgekehrt. Der Winter ist geblieben.

Und der Frühling ist noch weit weg. Dafür ist es noch viel zu kalt. Der Wind bläst, dass es mich gleich wieder reintreibt. So stark, wie's mich zuerst rausgetrieben hat. Es kann jederzeit wieder schneien.
 
Aber: Die Vögel singen, was das Zeug hält. Und ich weiss, die lassen sich nicht mehr mundtot machen. Auch nicht vom wildesten Wetter. Das war schon in Tirol so. Und das wird auch hier so sein. Und wir haben Tag. Schon ganz lang. Nächste Woche bereits 12 Stunden Sonnenschein, falls das Wetter mitspielt. Die ersten Knospen an vereinzelten Büschen sind sichtbar. Das Eis auf dem Meer wird Tag für Tag mehr vom offenen Wasser zurückerobert. Die Strassen, zumindest die Asphaltstrassen, sind schon seit Tagen eis- und schneefrei. Und die Sonne scheint. Das tut einfach sooo gut...!

Hab das Schlendern neu entdeckt.
Ich sehe wieder, weil mein Blick nicht mehr nur nach unten zieht.

Ich glaube, noch nie hab ich die Sonne so gebraucht wie heuer. Und vielleicht hab ich sie noch nie so genossen...

Anbei gibts Fotos von unserem ersten Kaffee auf unserer Terasse :-).

Liebe, sonnige Grüsse aus dem Norden!
Pfiatenk, hej då!
De Birgit




2 Kommentare:

  1. Sieht ja urgemütlich aus bei euch! Und so nebenbei.....freu mich auf ein Wiedersehen :-)......in Innsbruck, Patsch, Aschau oder vielleicht auch einfach in Obertilliach! Ganz lieben Gruß an dich!

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