Ein Fisch namens Rüdiger hüpft im Wasser, das glitzert wie 1000 Diamanten. Er hüpft raus. Und taucht wieder ein. Ganz hoch. Und ganz tief. Er lacht. Er freut sich.
Da kommt ein Elefant, dessen Ohren zu Flossen geworden sind, weil er wo hin muss, wo gehen nicht geht.
Die beiden sehen sich. Sie grüssen sich, gleiten aneinander vorbei und mit einem Staunen im Gemüt schwimmt jeder seiner Wege (bimu09).
Darf ich euch sagen, was mich immer wieder in Staunen versetzt?
Ich lebe auf dieser einen Welt in 2 Welten, die sich ähnlicher und zugleich fremder nicht sein könnten. Das Erstaunliche für mich ist, dass die Leute - und zwar in jeder dieser Welten - so tun, als sei die ihrige die Normale und völlig selbstverständlich.
In Finnland, dort, wo es unglaublich viele Bäume und unglaublich wenige Menschen gibt, dort gibt man Anchovis (kleine salzige Fische) auf das Wiener Schnitzel und isst Bananensplit mit Erdbeereis und vielen bunten Streuseln.
In Tirol, dort, wo der Stolz aufs eigene Land so gross ist wie ich das nirgendwo anders kennengelernt habe, was zuweilen auch etwas beängstigend sein kann, dort gibt es in jeder Sauna einen Aufgussmeister (natürlich immer männlich), der jede volle Stunde mit seinem Handtuch wachtelt, und Menschen, die in die Sauna gehen, um genau diesem Prozedere beizuwohnen.
Und nun schick einen Finnen nach Tirol und lass ihn dort ein Wiener Schnitzel essen und in die Sauna gehen.
Und dann schick eine Tirolerin nach Finnland und lass sie dort ein Wiener Schnitzel essen (wenn sie denn keine Vegetarierin ist) und in die Sauna gehen.
Sie machen beide exakt das gleiche. Und trotzdem werden beide ziemlich irritiert (belustigt, überrascht, erfreut, angeekelt, enttäuscht,...) sein.
Ich habe gelernt: Nichts ist normal. Alles ist nur gewohnt bzw. angeeignet. Und alles geht auch irgendwie anders.
In diesem Sinne: Pfiat enk, Hej då, und mochts es guat!
De Birgit
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