De Goass sein endlich wieda auf da Weid :-)! Stinken tuan sie bis weit auffa. Und gfrein tuan sa sich um de Sun und des Aussnsein!
Bei einem Spaziergang in Tirol finde ich die wunderbarsten Dinge. Dinge, die mir früher so normal erschienen sind, und die mich jetzt wie ein sehnsuchtsvoller Ruf aus der Vergangenheit ereilen.
Darf ich den werten TirolerInnen, die das immer gehabt haben und - wenn alles gut läuft - die das auch in den nächsten Jahren haben werden und vielleicht deshalb a bissi den Blick von der Brille der Normalität bzw. Banalität verdeckt gekriegt haben, und den Finnen, die dort leben, wo alles anders ist, das Wunderbare an Tirols Frühling zeigen?
Der Huflattich. Der erste, der kommt. Völlig anspruchslos. Braucht nix Grünes rundherum. Weder Schnee noch vertrocknetes Gras irritiert ihn. Er kommt einfach. Getrieben von der Wärme. Und der Lust am Leben.
Der Tannenhäher. Den man immer und überall schreien hört (zumindest wenn man in Patsch und Umgebung unterwegs ist). Der mit dem herrlich getupften Muster. Der erste, den ich im Zuge eines vor ein paar Jahren neu entflammten Interesses an Vögeln kennengelernt hab. Und dens oben im Norden nicht gibt. Oder der sich zumindest unglaublich gut vor mir versteckt.
Oben noch Schnee. Unten nicht mehr. Der Frühling, der nicht einfach da ist, sondern je nach Höhe sich in ganz unterschiedlichsten Facetten, Farben und Formen zeigt. Und - hey - es gibt ein Oben! Und ein Unten! Wisst ihr, wie genial das ist?!?!!! Wie ich das mag, das Auffigehn, und das Oigehn. Na, das hätt ich mir ja auch nie gedacht, dass das jemals so wichtig für mich werden könnte.
Und diese wunderbaren Farben! Das find ich schon ziemlich genial...!
Und jetzt, zur ausgleichenden Gerechtigkeit, ein Foto vom finnischen Frühling.
In Ermangelung an "echten Frühlingsbildern", einfach deshalb, weil der Frühling uns bis jetzt noch nicht mehr als grad mal a bissi gestreift hat, dieses hier:
Elchscheisse.
Die aperts jetzt überall aus. In unserem Garten. Im Wald. Oder - wie hier - neben unserem Kirschbaum. Dort, wo wir unser Frühlingsfeuer gemacht haben. Darüber hab ich mindestens gleich gestaunt und mich gefreut wie über die Bluamalen, die hier, weiter im Süden, schon wachsen.
In diesem Sinne, liebe Leute, schönen Frühling, an Grinser im Gmiat und die Sonne im Gsicht!
Pfiat enk und Hej då -
de Birgit
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